Elegantes und funktionelles Kombi-Pedal mit etwas wenig Grip
VORTEILE
- Unauffälliges Design
- universell einsetzbar
- SPD-kompatibel
- mit Reflektoren nachrüstbar
- Lager machen bisher keine Probleme
- massiv verarbeitet
NACHTEILE
- Flache Seite bietet bei Nässe wenig Halt
- schwerer als Nicht-Kombi-Pedale
BEWERTUNG
Nachdem ich langsam begann ins Rennradfahren hinein zu kippen, habe ich mir rechtzeitig zu Saisonbeginn einen wunderbaren, knapp 30 Jahre alten Stahlrenner zugelegt. Endlich weg von Rahmenschalthebeln und Positron-Schaltung, hin zu Shimano 105 mit Brems-Schalthebeln. Herrlich.
Vor allem: Schluss mit Körbchen. Wenn schon Rennrad, dann Klickpedale.
Aber was ist mit den Wegen zur Uni, zur Arbeit, zu Freunden. Dort, wo man auch mit dem liebgewonnenen Rad hin will, ohne gleich Radschuhe anzuziehen. Immerhin ist es ja nicht NUR Sportgerät.
Da die Pedale, die beim Kauf montiert waren, nicht mehr ganz so toll waren, sollten neue her: Kombipedale – Aufgrund obiger Überlegungen. Normale Pedale und dann für die Wochenendtour extra umbauen, das war mir auch zu mühsam. Gerne auch ein SPD-System.
Die meisten Kombipedale waren aber nicht herausragend. Viel schwarzes Plastik. Schwere klobige Dinger.

Schließlich fand ich die PD-A530 von Shimano und nach einiger Zeit sogar ein gebrauchtes „wie neu“-Angebot.
Ich bin sehr zufrieden mit den Shimano-Pedalen.
Die Optik passt. Sie gehen mit dem schlanken Design von Rennrädern mit und fallen nicht unnötig auf. Es gibt eine hellgraue und eine „schwarze“, eher dunkelgraue Variante. Beide passen farblich zu den üblichen Shimano-Schaltgruppen. Das Klicksystem steht nicht zu sehr vom Pedalkörper ab.

Die Funktion der SPD-Klickpedale ist einwandfrei. Laut Shimano passen SM-SH51 oder SM-SH56 Cleats. Die Auslösehärte kann über eine Stellschraube justiert werden. Mit 383g sind sie natürlich schwerer als reine Klickpedale bzw. reine Plattformpedale. Das muss einem das Kombisystem wert sein bzw. fällt es beim Stahlrad ohnehin nicht wirklich „ins Gewicht“.
Verwendet man Klickschuhe, dann steht die Plattform etwas ab. Durch das Runde design fällt das nicht ganz so auf, aber doch etwas.

Die Lager machen bisher keine Probleme. So gut wie sie bisher laufen, hat das Pedal auch keine favourisierte Seite. Meist dreht sich das Pedal senkrecht. Je nachdem ob ich von vorne nach hinten trete, oder umgekehrt, bin ich sofort auf der gewünschten Seite. Nach einer Gewöhnungsphase funktioniert das mittlerweile ohne viel Nachdenken.

Das einzige Manko, das für mich die 4 von 5 Punkte rechtfertigt, ist der Grip auf der Plattform. Sie ist prinzipiell groß genug, um ohne Kompromisse treten zu können – auch über längere Strecken. Allerdings wird das Alu, sobald es etwas regnet, zu rutschig um wirklich sicher darauf zu stehen. Fürs Rennrad ok, fürs Mountainbike unschön. Zwar sind Querrillen eingearbeitet, das bietet aber mit den meisten Schuhe nicht genügend Halt. Bei trockenen Bedingungen ist das Flachpedal völlig ausreichend – hatte auch im Straßenverkehr nie Probleme damit. Bei Nässe merkt man aber, ob man mit Vibram-Sohle unterwegs ist oder mit Sneakers.

Kleiner Zusatz: Gefühlt stehe ich mit den Klickpedalen etwas Höher als auf der flachen Seite. Einerseits logisch. Meine Straßenschuhe haben keine Cleats an der Sohle. Sollte aber meiner Meinung nach nicht so sein. Nach längerer Fahrt habe ich das Gefühl, dass der Abstand von Sattel zu Pedal am Flachen größer ist, als mit Cleats. Vielleicht trügt das Gefühl auch und es hängt nur von der Sohlendicke ab. Fahrten, bei denen die paar Millimeter einen Unterschied machen, fahre ich ohnehin nur mit Radschuhe - und auf die ist die Sattelhöhe eingestellt.
Trotzdem: Ein guter Kompromiss, den ich auf dem Rad nicht mehr missen möchte. Wenn am Flachpedal noch Pins oder etwas ähnliches möglich wären, dann wäre alles gesagt.
Für die viel zitierte „gelegentliche Fahrt zum Bäcker“ kann man auch mit Klick-Pedalen fahren. Für längere Fahrten in normalen Schuhen finde ich die PD-A530 super.